UNVERGESSEN

Gedächtnisausstellung für seit 2019 verstorbene Bildenden KünstlerInnen des Landkreises Oberallgäu - Arno Gabler, Elisabeth Geduld, Arnulf Heimhofer, Dr. Harald Knöckel, Franz Meier, Bertram Schilling, Regine Schirmer, Helen Steele, Detlef Willand
06.12.2024 - 06.01.2025
Do - So 14 - 17 Uhr außer Do 26.12., auch Mo 06.01. geöffnet
Vernissage Do 05.12.2024, 18 Uhr
mit Alfons Zeller, Staatssekretär a.D. und W. Gunther le Maire
Musikalische Umrahmung Martina Noichl, Harfe
Finissage Mo 06.01.2024, 17 Uhr mit Lisa Stich, Harfe (Harfenklasse Martina Noichl)
In den mehr als zwei Jahrzehnten der SÜDLICHEN erwarb sich diese Ausstellung über die Grenzen des Allgäus hinaus einen hervorragenden Ruf. Einige Künstlerinnen und Künstler, die in hohem Maße zu diesem Ansehen beitrugen, sind inzwischen von uns gegangen.
Allein in den vergangenen fünf Jahren verstarben Dr. Harald Knöckel, Elisabeth Geduld, Arnulf Heimhofer, Franz Meier, Arno Gabler, Bertram Schilling, Helen Steele, Regine Schirmer und Detlef Willand. Ihrem künstlerischen Schaffen und ihrem Engagement zum Wohl der Kunstregion Oberallgäu ist nun die Ausstellung UNVERGESSEN gewidmet.
Viele Jahre war Arnulf Heimhofer der wohl angesehenste Oberallgäuer Maler, u.a. bekannt durch seine Deckenfresken in der Stadtpfarrkirche Sonthofen, die Wandfresken an zahlreichen Allgäuer Häusern, sowie seine großformatigen Landschaftsbilder.
Elisabeth Geduld ist nie groß in der Öffentlichkeit aufgetreten, überraschte aber in der SÜDLICHEN alljährlich mit qualitativ hochwertigen Arbeiten.
Der Kunstkenner und langjähriger Kunsterzieher des Gymnasiums Sonthofen, Franz Meier, präsentierte immer wieder andere Sichtweisen der Malerei, mal martialische, mal zarte lyrische Motive.
Dagegen blieb sein Kollege Arno Gabler aus Oberstdorf eher einem Stil treu.
Von großem Humor und Selbstironie zeugen die Bilder und Skulpturen von Dr. Harald Knöckel, dem die Kunst Entspannung neben seiner Arbeit in seiner Arztpraxis brachte.
Für ihre fantasievollen Traumgemälde wurde Regine Schirmer aus Oberstdorf unter anderem mit dem Kunstpreis des Bezirks Schwaben ausgezeichnet.
Viel zu früh verstarb, die in den USA arbeitende Künstlerin Helen Steele, geborene Fleschhut, aus Immenstadt. Von den wenigen Werken, die im Oberallgäu zu finden sind, präsentiert die Ausstellung eine Auswahl.
Zur Spitze der deutschen Holzschneider gehört mit seiner Perfektion und der Wahl seiner Motive unbedingt Detlef Willand, der sich daneben als Hobbyarchäologe einen Namen machte, da er unter anderem im Kleinwalsertal das höchst gelegene und vermutlich älteste Abbaugebiet von Radiolarit-Feuerstein in Europa entdeckte.
Zu den leider viel zu früh verstorbenen Malern im Allgäu zählt auch Bertram Schilling aus Sonthofen. Auf der SÜDLICHEN vertrat er alljährlich äußerst erfolgreich den Bereich der abstrakten Malerei und galt als große Hoffnung in der hiesigen Kunstszene.
Die Ausstellung UNVERGESSEN will an all diese Künstlerinnen und Künstler erinnern, sie dem Publikum noch einmal bewusst machen. Ihnen aber auch Dank sagen und einmal mehr zeigen, welchem hohen Anspruch die Kunst im Allgäu folgt und damit auch Ansporn für die kommende Künstlergeneration sein, diesem weiterhin gerecht zu werden.
Text: Claudia Stempian
Ermöglicht hat diese Ausstellung die Initiative Villa Jauss e.V. und der Markt Oberstdorf in Zusammenarbeit mit der Kulturgemeinschaft Oberallgäu.
Rahmenprogramm:
13.12.24, 19 Uhr
Die Künstlerinnen - Vortrag von W. Gunther le Maire
Von Helene von Alexandrien bis Yayoi Kusama
26.12.24, 17 Uhr - leider ausgebucht!!
Himmlische Saitenklänge
Konzert mit Martina Noichl und Ulrike Loesch
© Fotos: Villa Jauss (Rudolf Schnellbach, Irmela Fischer), Künstlerfamilien